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Zahl der Hautkrebserkrankungen gestiegen

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs. Das veranschaulicht der TK-Hautkrebsreport 2019. Es zeigen sich regionale Unterschiede in der Verbreitung: NRW ist mit knapp 48.000 Fällen von schwarzem Hautkrebs das Bundesland mit den meisten Erkrankten.

Wie kann man Hautkrebs erkennen?

Trotz der gestiegenen Anzahl an Neuerkrankungen in NRW bei weißem Hautkrebs auf über 50% und bei schwarzem Hautkrebs auf über 30%, nutzen nur ca. 20% der über 35-jährigen das Angebot des kostenlosen Hautkrebsscreenings. Dies zeigt der TK-Hautkrebsreport 2019. In Deutschland hat man die Möglichkeit, sich mithilfe eines kostenlosen Hautkrebsscreenings beim Hautarzt oder Dermatologen frühzeitig auf Hautkrebs untersuchen zu lassen. Zu dieser Untersuchung kann man alle zwei Jahre gehen. Das Screening ist völlig schmerzfrei.

Infografik Hautkrebsreport 2019

Früherkennung von großer Bedeutung

Die Leiterin der TK-Landesvertretung NRW, Barbara Steffens, empfiehlt dringend das Früherkennungsangebot zu nutzen. Denn Hautkrebs kann, wenn er früh erkannt wird, schonender und erfolgsversprechender behandelt werden. Ab dem 20. Lebensjahr bietet die TK eine Vorsorgeuntersuchung an, um eine Erkrankung so früh wie möglich festzustellen und zu behandeln.

In Zukunft sollen moderne Techniken dabei helfen, noch präziser und zuverlässiger zu diagnostizieren. Beispielsweise können Computersysteme Fotos auswerten und so den Arzt bei der Diagnosestellung unterstützen. „Auch die Telemedizin kann bei der Hautkrebsdiagnose eine wichtige Rolle spielen und die fachärztliche Versorgung gerade in ländlichen Regionen verbessern“, äußerte sich Steffens zu der Beteiligung von modernen Techniken im Bereich der Medizin.

Schwarzer Hautkrebs kann, wenn er nicht früh genug erkannt wird, sehr gefährlich und sogar lebensbedrohlich sein. Deshalb sollte man unbedingt regelmäßig ein Hautkrebsscreening durchführen lassen, um eine Erkrankung auszuschließen.   

Was ist schwarzer Hautkrebs?

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) ist die bösartigste Art von Hautkrebs. Er entsteht direkt in den Pigmentzellen und wird häufig mit Muttermalen oder Leberflecken verwechselt. Dieser Krebs kann sich unkontrolliert vermehren. Dadurch entsteht aus vielen Krebszellen schnell ein zusammenhängender Tumor. Für über 90% der Todesfälle durch Hauttumore ist der schwarze Hautkrebs verantwortlich.

Hautkrebs – Eine verhaltensbedingte Erkrankung

Warum und wann bekommt man Hautkrebs? Abgesehen von erblichen Veranlagungen ist Hautkrebs eine verhaltensbedingte Krankheit. Eine wiederkehrende, intensive UV-Belastung trägt beispielsweise zu einem größeren Risiko an Hautkrebs zu erkranken bei. Jeder Sonnenbrand schadet der Haut langfristig, deshalb sollte man auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Das Hautkrebsrisiko steigt zudem weiter an, je älter man wird.

Weitere Informationen unter: www.hautkrebs-screening.de


Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
Bild: ingimage

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