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Welttag der Suizidprävention – Krisendienst „Wendepunkt“ lädt zur Filmvorführung mit Diskussion ein

Anlässlich des Internationalen Tages der Suizidprävention am 10. September lädt der Wendepunkt – Wuppertaler Krisendienst zu einer Filmvorführung ein: Nach der Begrüßung durch Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent und Beigeordneter der Stadt Wuppertal, wird der Film „Tödlicher Ernst“ gezeigt, der die Suizidalität bei Männern thematisiert. Im Anschluss haben die Zuschauer die Möglichkeit, mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen zu diskutieren.

Suizidalität verursacht mehr Todesfälle als Verkehrsunfälle oder Drogen

Zur Veranstaltung am 10. September 2018 (Beginn 17 Uhr) im Zentrum für Pflege und Beratung am Arrenberg in Wuppertal ist jeder herzlich eingeladen. „Suizidalität stellt nach wie vor ein beträchtliches Gesundheitsproblem dar, das in der Öffentlichkeit häufig verdrängt wird“, weiß Werner Mütherig Geschäftsführer von Wendepunkt – Wuppertaler Krisendienst. Etwa 10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr durch eigene Hand. Die Zahl der hierdurch verursachten Todesfälle ist demnach höher als durch Verkehrsunfälle, Unglücksfälle oder Konsum illegaler Drogen. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention ist die Anzahl der Suizidversuche zehnmal so hoch. Das Gefühl, nicht mehr leben zu wollen, betrifft Menschen aller Altersgruppen. 2015 haben sich in Wuppertal 35 Menschen selbst getötet: vier Frauen und 31 Männer.

Öffentliche Wahrnehmung von Suizid und Suizidprävention stärken

„Deswegen ist es wichtig, die Öffentlichkeit über Suizid und Suizidprävention aufzuklären. Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ist ein weiterer entscheidender Schritt“, erläutert Mütherig die Idee zur Veranstaltung: „Der Film informiert über Suizidalität. Im Anschluss haben die Zuschauer die Möglichkeit, miteinander, aber auch mit ausgewiesenen Fachleuten aus dem Gesundheitswesen ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.“ Hierfür stehen Dr. Christoph Glaser, Leitender Arzt der Evangelischen Stiftung Tannenhof, sowie Dr. Ulrike Görres-Kahn, Bergische Diakonie Aprath, zur Verfügung.

Bereits 2003 hat die Weltgesundheitsorganisation den Welttag der Suizidprävention zum ersten Mal ausgerufen und er wird seitdem am 10. September gefeiert. Ziel dieses Tages ist, die öffentliche Wahrnehmung der Thematik Suizidalität bzw. Suizid zu stärken sowie auf Präventions- und Behandlungsangebote hinzuweisen. Er ist aber auch ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die Menschen, die durch Suizid verstorben sind.

Filmvorführung „Tödlicher Ernst“

anlässlich des Welttags der Suizidprävention

Montag, dem 10. 9.2018 um 17.00 Uhr im Zentrum für Pflege und Betreuung am Arrenberg (Ernststraße 34, 42177 Wuppertal)

Über Wendepunkt – Wuppertaler Krisendienst

Wer in Wuppertal Hilfe sucht, als Betroffener oder Angehöriger, findet sie beim Wendepunkt. Der Wuppertaler Krisendienst „Wendepunkt“ ist eine soziale Einrichtung für alle Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe brauchen, wenn sie verzweifelt sind, alleine nicht mehr weiterwissen oder sich Sorgen machen um Angehörige, Freunde oder Nachbarn. Menschen, die durch Familienkonflikte, Trennungsprobleme oder andere Lebensnotlagen in psychische Not geraten sind, brauchen spezielle Hilfe. Seit 1998 bietet der Wuppertaler Kri-sendienst genau diese Unterstützung. Sie setzt an, wo die Möglichkeiten von Polizei, Feuer-wehr oder Angehörigenverbänden enden.

Wir sind da, wenn andere nicht erreichbar sind

  • an Werktagen von 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr
  • am Wochenende und an Feiertagen rund um die Uhr

Gesellschafter des Wendepunktes Wuppertaler – Krisendienstes – gGmbH sind:

  • die Stadt Wuppertal
  • die Bergische Diakonie Aprath
  • die Evangelische Stiftung Tannenhof
  • das Sozialpsychiatrische Zentrum Wuppertal gGmbH

Der Dienst wird finanziert durch die Stadt Wuppertal, seine Inanspruchnahme ist kostenlos. „Das ist gut investiertes Geld, denn ein solcher Krisendienst vermeidet soziale Folgekosten und leistet wertvolle Hilfe für betroffene Menschen in unserer Stadt“, erklärt Dr. Stefan Kühn. „Unsere Mitarbeiter sind kompetente Ansprechpartner, die den Hilfesuchenden in einer akuten Notlage und Krisensituation zur Seite stehen, die über regionale Hilfeeinrichtungen beraten, mit den Betroffenen nach Lösungen suchen oder einfach nur zuhören. Unsere pro-fessionellen Mitarbeiter beraten im Jahr mehr als 2.700 Menschen – wir möchten weiter da-ran arbeiten unseren Dienst bekannt zu machen – etwas dafür zu tun, dass sich unsere Ruf-nummer einprägt und möglichst viele Bürger unserer Stadt erreicht, damit wir für sie da sein können, wenn Sie unsere Hilfe brauchen,“ berichten Heike Spitzer und Werner Mütherig vom Wendepunkt – Wuppertaler – Krisendienst

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