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Start der Ruhrgebietskonferenz Pflege

Die Pflege- und Gesundheitsbranche gehört heute zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren im Ruhrgebiet. „Trotzdem spre­chen die politischen Entscheider viel zu häufig nur über uns und nicht mit uns“, so Jens Fritsch, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr Pflege. Sie ist eine der drei Gesellschaften aus dem Konzern Diakone Ruhr, die die Ruhrgebietskonferenz Pflege gegründet haben. Jetzt fand die Auftaktveranstaltung der Arbeitgeberinitiative unter dem Motto „Wir können Pflege“ im Wissenschaftspark Gelsenkir­chen statt.

Einflussnehmer kämpfen für eine bessere Pflege

Die Mitglieder der Ruhrgebietskonferenz Pflege wollen sich einbringen. Des­halb ist bewusst der Zusatz „Die Einflussnehmer“ gewählt worden. „Wir wollen unter anderem für bessere Rahmenbedingungen kämpfen und für eine deut­lich bessere Anerkennung in Gesellschaft und Politik werben“, definiert Jens Fritsch die Ziele. „Dabei ist es uns auch wichtig, dass wir zeigen, wie stark, innovativ und wertvoll die Arbeit in der Pflege gerade in unserer Region ist.“

Arbeitgeberinitiative Ruhrgebietskonferenz Pflege will eine grundlegende Än­derung der Pflegeversicherung erreichen. „Das ist unsere Kernforderung“, sagte Jens Fritsch. „Wir brauchen einen radikalen Systemwechsel zu einer Vollver­sicherung.“ Dabei müsse es einen gesetzlich festgelegten Eigenanteil für die Versicherten geben.

„Das jetzige System führt dazu“, so Jens Fritsch weiter, „dass sämtliche Kostensteigerungen in der Pflege von den Betroffenen, deren Angehörigen oder letztlich durch die Kommunen getragen werden müssen.“ Pflegebedürftigkeit sei somit ein ernstzunehmendes Armutsrisiko.

Mit der Diakonischen Altenhilfe Dortmund und Lünen, der Diakonischen Dien­ste Bochum und der Diakonie Ruhr Pflege stellt der Konzern Diakonie Ruhr ein echtes Schwergewicht in der neuen Initiative dar. Alles in allem repräsen­tieren die Mitgliedsunternehmen gut 20.000 Mitarbeitende.


Quelle: Diakonie Ruhr gemeinnützige GmbH / Fotonachweis: Uwe Jesiorkowski/Ruhrgebietskonferenz Pflege

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