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So viel Medikamente und Medizintechnik produzierte NRW im Jahr 2017

Im Jahr 2017 stellten 312 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen Medikamente und Medizintechnik im Wert von 7,1 Milliarden Euro her. Diese Zahlen veröffentlichte nun Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt anlässlich der internationalen Medizin-Fachmesse „MEDICA“ in Düsseldorf.

Im Jahr 2017 stellten 312 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen Medikamente und Medizintechnik im Wert von 7,1 Milliarden Euro her. Wie IT.NRW mitteilt, waren das 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2010 erhöhte sich der Absatzwert um 68,3 Prozent. Nahezu zwei Drittel (62,7 Prozent) des nordrhein-westfälischen Produktionswertes wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Köln erzielt.

Überwiegend pharmazeutische Erzeugnisse

Mit 5,8 Milliarden Euro war der Produktionswert von Medikamenten und anderen pharmazeutischen Produkten – darunter Pflaster, Reagenzien, Kontrastmittel – im Jahr 2017 um 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Neben Pharmazieprodukten wurden in Nordrhein-Westfalen auch Produkte aus dem Bereich Medizintechnik hergestellt: Im vergangenen Jahr wurden medizinische, chirurgische und zahnärztliche Geräte und Instrumente im Wert von 1,1 Milliarden Euro (-4,2 Prozent gegenüber 2016) sowie bestrahlungs- und elektromedizinische Geräte im Wert von 129 Millionen Euro (+25,6 Prozent) produziert. Mit der Reparatur, Instandhaltung sowie der Installation von medizinischen und orthopädischen Apparaten und Geräten wurden 55 Millionen Euro (-9,0 Prozent) erzielt.

Bundesweit lag der Produktionswert von Medikamenten und Medizintechnik 2017 bei 50,8 Milliarden Euro (+3,0 Prozent). 14 Prozent dieser Summe entfiel auf die nordrhein-westfälischen Betriebe.

Im ersten Halbjahr 2018 produzierten nordrhein-westfälische Betriebe Medikamente und Medizintechnik im Wert von 3,5 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, werden in Nordrhein-Westfalen auch noch eine Reihe von weiteren Erzeugnissen für den Gesundheitsbereich hergestellt, die jedoch nicht gesondert erhoben, sondern von den Herstellern zusammengefasst mit den Produkten für andere Verwendungszwecke gemeldet werden wie z. B. „Mess-, Kontroll-, u. ä. Instrumente“ oder „Arbeits- und Berufsbekleidung“.

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten.


Quelle: IT.NRW
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