Start > Einrichtung > Mehr Pflegebetriebe investieren in Digitalisierung
EinrichtungForschungPflege

Mehr Pflegebetriebe investieren in Digitalisierung

Die Digitalisierung hält in allen Bereichen unseres Lebens Einzug. Auch vor der Pflege macht sie keinen Halt. Insbesondere alte Menschen sollen durch neue Produkte profitieren. Dies ist mit Gedanken an den demographischen Wandel auch notwendig. Laut einer Prognose der Bertelsmann Stiftung soll bis 2030 der Anteil an Pflegebedürftigen um 50 Prozent steigen. Zudem werden fast 500.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen. Um diesem Trend schon jetzt entgegenzuwirken, wollen wieder viele Pflegebetriebe im Jahr 2019 in die Digitalisierung investieren, sodass Pflege effizienter wird und Menschen länger selbstständig am Leben teilhaben können.

Laut Investitionsbarometer 2019 des Vincentz Network wollen 93 Prozent aller Pflegebetriebe in neue Technologien und Programme investieren. Das ist ein Anstieg von drei Prozent gegenüber 2018. Pflegepersonal soll künftig durch neue Systeme und Pflegeroboter deutlich entlastet werden. Dadurch kann der Schwerpunkt mehr auf den Patienten gelegt werden.

IT und Technik rücken in den Fokus

Besonders die Bereiche IT und Technik rücken in den Mittelpunkt der Einrichtungen. Mit der Förderung der Digitalkompetenz der Mitarbeiter, aber auch der Verbesserung diverser Arbeitsabläufe in den Pflegeinrichtungen steht vor allem die Schulung und Entlastung des Personals im Mittelpunkt der Investitionen (65 Prozent). Neue Produkte und Dienstleistungen als Folge der Digitalisierung erwarten hingegen die wenigsten der Befragten (zehn Prozent). Rund 40 Prozent der Einrichtungen denken, dass mit der fortschreitenden Digitalisierung auch neue Teilnehmer, vor allem aus der Internet- beziehungsweise IT-Branche auf den Markt der Altenhilfe drängen könnten.

Jedoch gaben die Befragten an, dass die geplanten Ausgaben im Schnitt niedriger seien als in der Vergangenheit. So verzeichnet das Vincentz Network einen Rückgang der Investitionsfreudigen Unternehmen. Nur 17 Prozent wollen mehr als 20.000 Euro in die Digitalisierung investieren (Vorjahr 33 Prozent). Der Großteil (60 Prozent) kalkuliert für IT und Technik geringere Ausgaben ein.

Quelle: Vincentz Network GmbH & Co. KG


Anzeige