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Land und Landesverbände der Pflegekassen ermöglichen Kurzzeitpflege in Krankenhäusern

In Nordrhein-Westfalen werden rund Dreiviertel aller Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden versorgt. Das sind etwa 600.000 Bürgerinnen und Bürger. Diese Menschen können zu Hause nicht gepflegt werden und haben Anspruch auf sogenannte Kurzzeitpflege. In vielen Kreisen und Städten gibt es zu wenige Plätze für dieses Leistungsangebot. Daher werde nun die Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen im Krankenhaus ermöglicht, so das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bislang kann Kurzzeitpflege nur in einem Pflegeheim erfolgen. Eine Arbeitsgruppe aus Landesverbänden der Pflegekassen, der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat nun die Grundlagen geschaffen, damit auch Krankenhäuser Kurzzeitpflege anbieten und gegenüber den Pflegekassen abrechnen können.

„Gerade im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung führte das Fehlen von Kurzzeitpflegeplätzen oft zu menschlich schwierigen Situationen. In Nordrhein-Westfalen gehen wir jetzt einen neuen Weg und ich hoffe, dass viele Krankenhäuser ihn nutzen werden.“

Gesundheits- und Pflegeminister Karl-Josef Laumann

Das Ministerium werd jetzt alle Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen anschreiben und sie über die neue Vereinbarung mit den Landesverbänden der Pflegekassen unterrichten, heißt es in der Pressemitteilung. Interessierte Krankenhäuser können sich dann unmittelbar beim Ministerium melden, das auch den Abschluss des notwendigen Versorgungsvertrages begleiten wird.

Das Ministerium und die Pflegeselbstverwaltung hatten bereits zuvor mehrere Maßnahmen zur Stärkung der Kurzzeitpflege auf den Weg gebracht, unter anderem eine verbesserte Vergütung für Heime, die größenabhängig ein bis drei Betten als Kurzzeitpflegeplätze vorhalten.


Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW)

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